Artikel Diversity Aufsichtsräte
Diversity im Aufsichtsrat

Gelebte Kompetenzvielfalt – oder Warum wir agile Aufsichtsräte brauchen

08.03.2017 - Corporate Governance

Aufsichtsräte, sind das nicht diese Altherrenrunden, in denen Konzernlenker im Ruhestand ihre Macht konservieren und Investoren mit ihrer Aura und ihrem großen Namen beeindrucken? Nein, nicht mehr! Gerade angesichts der aktuellen welt- und europapolitischen Entwicklungen, betonen viele Wirtschaftsgrößen: Unsere Gesellschaft ist vielfältig, unsere Wirtschaft haben Austausch, Offenheit und Freihandel groß gemacht. Da dürfen die einflussreichen Kontrollgremien unserer wichtigsten Unternehmen keine eintönigen Männerzirkel bleiben. Vielfältige Kompetenzen machen Aufsichtsräte besser!

Nur diverse Aufsichtsräte sind glaubwürdig

Warum? Es geht um Professionalisierung: Die Arbeit von Kontrollgremien wird professioneller, wenn ihre Mitglieder einen möglichst breiten Mix relevanter Erfahrungskompetenzen mitbringen. Das fordert nicht nur die Deutsche Corporate Governance Kommission in den kürzlich verabschiedeten Kodex-Änderungen 2017, sondern das ist für viele global aufgestellte Unternehmen eine Frage der Glaubwürdigkeit, wenn sie auf internationalen Märkten mit unterschiedlichen Käufergruppen erfolgreich und agil unterwegs sein wollen.

Deshalb sprach nicht nur der Personalvorstand der Daimler AG, Wilfried Porth, davon, „dass die Frauen das neue China“ seien, sondern auch politisch passiert in Sachen Frauenförderung viel: Durch das Anfang 2016 in Kraft getretene Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen zeigt sich, dass in Punkto Frauenanteil nach einer von Kienbaum durchgeführte Studie zumindest auf Aufsichtsratsebene ein Umdenken stattgefunden hat.

Mit durchschnittlich 27 Prozent Frauenanteil in Aufsichtsräten liegt der aktuelle Schnitt schon nahe an der gesetzlich geforderten Zielquote von 30 Prozent. Und auch auf den operativen Ebenen lässt sich ein klarer Trend nach oben erkennen. Strategische Maßnahmen wie der gezielte Einsatz eines nachhaltigen Diversity Managementssystems anhand von klar definierten Ziel-Kompetenzprofilen tragen ebenso zum Wandel bei, wie der durch die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen ausgelösten Wertewandel in Unternehmen – Stichwort „New Work“.

Die neue Arbeitswelt beschleunigt den Wandel

Digital Leadership und die neue flexible und weniger hierarchische Arbeitswelt fordern die Kultur und alle Ebenen des Unternehmens – und machen auch nicht vor dem Aufsichtsrat halt. Die obersten Kontrolleure brauchen stärker als in der Vergangenheit digitale Kompetenz bei der Bewertung von neuen Geschäftsmodellen. Sie setzen deshalb immer häufiger auf Digital Natives oder auch Experten aus IT- und Digitalbranche als neue Aufsichtsratsmitglieder. Das dabei die heutigen weiblichen Führungskräfte die Aufsichtsrätinnen von morgen sind, ist nicht nur ein erfreulicher Trend für die Frauen, sondern schließt nachhaltig die Kompetenzlücken im Unternehmen.

Digital Readiness Check

Fokus People

Mit dem Digital Readiness Check (DRC) ermittelt Kienbaum in Kooperation mit dem Kienbaum Institut @ ISM den digitalen Reifegrad Ihrer Mitarbeiter und deckt auf den Ebenen Mindset, Skillset und Toolset Ansatzpunkte und individuelle Entwicklungspotenziale auf. Dabei analysieren wir die erfolgskritischen Schlüsselkompetenzen basierend auf dem Kienbaum-Modell für Digitalkompetenz und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Mitarbeiter und Organisation fit machen für den digitalen Wandel.

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