Interview mit Dr. Stephan Rabe & Dieter Babiel, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

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Interview mit Dr. Stephan Rabe & Dieter Babiel, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Wir haben Menschen befragt, die in den letzten Monaten ein neues Arbeitsverhältnis begründet haben: Wie geht das: Onboarding in Zeiten von Corona? Dr. Stephan Rabe ist am 1. April offiziell gestartet als neuer Geschäftsbereichsleiter Wirtschaft, Recht und Digitalisierung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Mit ihm und seinem neuen Chef Dieter Babiel, dem Hauptgeschäftsführer des Verbands, sprachen wir über ihre Erfahrungen.

Lesedauer: 3 Minuten

Dr. Stephan Rabe, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaft, Recht und Digitalisierung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

Dr. Stephan Rabe, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaft, Recht und Digitalisierung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (Foto: privat)

Wie war Ihr erster Tag, Herr Dr. Rabe?

 

Rabe: Ich bin am 1. April mitten im Lockdown offiziell gestartet, aber ich hatte schon zwei Wochen zuvor begonnen, den Verband bei den mannigfachen Anforderungen angesichts der COVID-19-Situation zu unterstützen. Der erste Arbeitstag war dann dennoch ein bisschen skurril. Außer Herrn Babiel und mir war so gut wie niemand im Büro.

Babiel: Ja, ein ordentliches Welcome hat es nicht geben können. Dafür ging es aber gleich richtig in die Vollen – wir hatten wahnsinnig viel zu tun auf allen Ebenen: In der Interessensvertretung gegenüber der Politik, bei den Services für unsere Mitglieder, in der Umstellung des internen Verbandsbetriebs auf den Corona-Modus.

Rabe: Ich konnte und musste gleich richtig durchstarten – ohne mein Team zu kennen, das ja im Home Office war. Technisch war das kein Problem, weil die IT-Infrastruktur im HDB auf der Höhe der Zeit ist. Fachlich auch nicht, weil ich den Verband, seine Themen und auch einige der handelnden Personen schon aus meinen vorhergehenden Rollen kannte. Und zwischen Herrn Babiel und mir hat von Anfang an ein Grundvertrauen geherrscht.

Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie

Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (Foto: HDB)

Babiel: In der Phase war wirklich keine Zeit für Romantik im Onboarding, alles ging zack-zack und rund um die Uhr. Fachlich sind wir ganz schnell in einen exzellenten und hochagilen Arbeitsmodus gekommen. Aber das Persönliche blieb ein bisschen auf der Strecke – eben weil der Druck so hoch war und man oft nur virtuell kommunizieren konnte. Jetzt, da  der Stress ein bisschen nachgelassen hat, lernen wir immer besser, wie der andere tickt. Wir lernen uns gewissermaßen zu lesen und das ist ganz wichtig für unsere Zusammenarbeit.

Rabe: Geholfen hat glaube ich auch, dass wir im Führungskreis schnell per Du waren – das war ein echter Eisbrecher. Ich musste ja nicht nur Herrn Babiel, sondern auch meine Kolleginnen und Kollegen im Führungskreis sowie Team und die weiteren Kolleginnen und Kollegen im Haus kennenlernen. Zum Glück sind die meisten schon Anfang Mai aus dem Home Office zurückgekehrt. Wir mussten in der Phase ja nicht nur den Verband in der Corona-Krise nach außen wie nach innen aufstellen, sondern auch noch einen hausinternen Umzug stemmen. Das war schon eine Extremsituation, in der alle angepackt haben, unabhängig von Zuständigkeiten und ohne auf die Uhr zu schauen.

Babiel: Die Corona-Krise in ihrer ganzen Komplexität hat uns allen viel abverlangt, aber wir haben als Verband dafür auch große Anerkennung bekommen. Mir ist wichtig, dass wir das als Mannschaft reflektieren. Dafür nehmen wir uns jetzt bald einmal Zeit: Wir machen eine „Offsite“-Klausur und die wird gewiss auch Gelegenheit bieten, dass wir uns persönlich noch besser kennenlernen.

 

Was nehmen Sie beide mit in die Gestaltung der Post-Corona-Zeit?

 

Rabe: Die Krise hat uns alle im Verband zusammengeschweißt und ich bin schnell Teil der Mannschaft geworden. Und ich habe sofort erlebt, wie gut die Mannschaft ist. Das macht Spaß – gerne aber künftig ohne den Corona-Effekt!

Babiel: Wir wissen, dass wir uns fachlich voll aufeinander verlassen können. Das haben wir in dieser Ausnahmezeit schnell gelernt und das trägt auch in der Zukunft. Wir haben im ganzen Team bewiesen, wie wichtig schlagkräftige Verbände gerade in Krisenzeiten sind. Daran können wir anknüpfen.

 

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Anne von Fallois | E-Mail: anne.vonfallois@kienbaum.de | Tel.: +49 30 88 01 98-80