Future Board
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Künstliche Intelligenz: Angst vor den schlauen Maschinen abbauen

25.08.2017

Über das Gruppenfoto muss ich ein wenig schmunzeln: Es sieht aus wie eine Mischung aus Rockband auf Deutschland-Tour und Renterreise in die Sächsische Schweiz, wie wir für eine halbe Woche mit dem Reisebus durch die Republik touren – auf der Jagd nach dem, was derzeit zum heiligen Gral der Wirtschaft wird: Künstliche Intelligenz (KI). Die WirtschaftsWoche lädt eine bunte Mischung von Managern und Trend Scouts zur „Future-Board“-Reise zu den KI-Hotspots der Republik.  Kienbaum ist als „Inspiration Partner“ mit von der Partie.

Wie setzen Unternehmen in Deutschland bereits heute Künstliche Intelligenz ein? Wie schätzen KI-Vorreiter die kommende Entwicklung ein?

KI: Große Herausforderung für HR

Diese beiden Fragen interessieren mich insbesondere vor dem Hintergrund, dass bereits heute Menschen und Maschinen gemeinsam arbeiten müssen. Eine extreme Herausforderung für das Human Ressource Management, das in die Mitgestalter-Rolle kommen muss, wenn es um das Workforce Management mit neuem KI-Einfluss geht. Das heißt, wenn Unternehmensentscheider abwägen müssen, wann die Menschen, wann intelligente Maschinen und wann beide gemeinsam an einem Produkt, einer Neuentwicklung oder einer Problemstellung arbeiten lassen.

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Der intensive Austausch auf unserer Reise zeigt: Insbesondere im deutschen Mittelstand gibt es bisher keinen systematischen Ansatz, wie kundenzentrierte Produktinnovationen und neue Geschäftsmodelle mithilfe von KI entwickelt werden können. Nur punktuell arbeiten unsere „Hidden Champions“ bisher agil an konkreten Problemstellungen mithilfe moderner Methoden wie Design Thinking und Design Sprint á la Google. Idealerweise werden diese Methoden ergänzt mit smarten Daten, die eine Faktenbasis und Entscheidungsgrundlage schaffen.

Deutschland ist führend, wenn es um KI-Technologie geht: Die Forschung und Entwicklung hierzulande ist bestens aufgestellt.
Prof. Martin Wahlster vom deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Zwei People-Hebel für KI: Development und Kultur

Mein Fazit aus diesen ersten Stationen ist, dass wir zwei wichtige Ansatzpunkte haben, um die Chancen von KI zukünftig systematisch zu nutzen:

  1. Die Unternehmen müssen Mitarbeiter identifizieren, die sie gezielt dahin entwickeln und schulen, KI zu verstehen und in Projekten einzusetzen. Das heißt, KI ist ein riesiges Learning- und Development-Thema für die Personalabteilungen und muss schnellstmöglich angegangen werden.
  2. Wie mit KI in Unternehmen umgegangen wird, ist auch eine Kulturfrage. Es ist ganz natürlich, dass die Menschen in den Organisationen Vorbehalte gegen eine Technologie haben, die scheinbar eine originäre  Eigenschaft des Menschen für sich beansprucht, die Intelligenz. Dass es aber um ein Zugleich von menschlicher, das heißt emotionaler und sozialer und Künstlicher, das heißt kognitiver, Intelligenz geht, macht zum Beispiel auch WiWo-Herausgeberin Miriam Meckel klar: Sie nennt diese Kombination „Artificial Smartness".

KI kennenlernen hilft

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Das, was wir auf der Future-Board-Reise im Kleinen getan haben, nämlich Best Practices für KI kennenzulernen und unser Wissen zu dem Thema zu erweitern, wird zukünftig notwendig in den Unternehmen – und zwar im Großen. Vorbehalte verlieren die Mitarbeiter, indem sie Neues selbst begreifen und erfahren können. Das heißt, es müssen Berührungspunkte und anfassbare Information zum Thema KI geschaffen werden, die die Mitarbeiter ebenso begeistern, wie es uns auf der WiWo-Reise ergangen ist.

Gemeinsam die Chance ergreifen

Um zu erfassen, wo die Chancen von KI für Unternehmungen liegen, müssen drei Bereiche so eng wie möglich zusammenarbeiten: Technologie, Business Development und People-Funktion. Keine der Funktionen kann im digitalen Zeitalter ohne die andere - zeigt sich doch immer mehr, dass nicht die Technik im Zentrum der Digitalisierung steht, sondern der Mensch. Dabei ist KI DAS Werkzeug für die nächste industrielle Revolution.

Um den intensiven Austausch und die Collaboration zu diesen hochrelevanten Themen zu stärken, setzen Unternehmen vermehrt auf neue Arbeitswelten. Beispiel auf unserer Reise: Die Deutsche Bank setzt in ihrer Digitalfabrik voll auf New Work. Das heißt, auf Open Spaces, auf innovative Architektur- und Mobiliarlösungen und auf absolute Selbstbestimmung der Teams, die in der Factory zusammenkommen. Dabei sind bereits einige spannende plattformbasierte Business Innovationen entstanden. Ein Case, der zeigt, wie man die Chancen der digitalen Welt gemeinsam nutzt.

Fact-based Consulting auf dem Vormarsch

In unserem eigenen Business, der Beratung, stehen die Zeichen ebenfalls voll auf KI und den Daten, die sich daraus ergeben. Für Beratungslösungen ergeben sich völlig neue Möglichkeiten des „fact-based Consulting“: Einerseits datenbasiert und andererseits extrem kundenzentriert Entscheidungen treffen zu können, wird die Qualität unserer Beratung weiter erhöhen.

Co Working Space in der Digitalfabrik

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#Digitalisierung #KI
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