Mitarbeiter Benefits Artikel
Motivation und Retention

Mitarbeiter-Benefits: Wie Schweizer Unternehmen mit dem Motivationstrend umgehen

22.03.2017 - Vergütung

Um die Leistung der eigenen Teams anzukurbeln, greifen Unternehmen auf verschiedene Methoden zurück. In einem Interview mit der Handelszeitung habe ich über die Incentivierung und über Mitarbeiter-Benefits gesprochen und was dabei zu beachten ist. Im Vordergrund steht die Wertschätzung des Mitarbeiters. Diese kann materiell gerade in Zeiten ohne Inflation und Null-Lohnrunden über Benefits ausgedrückt werden. Diese können zum Beispiel als Einmalprämie wie Wellness-Wochenenden, Konzerttickets oder als klassische Benefits wie Rabatte auf die eigenen Produkte, Zuschüsse bei Freizeiteinrichtungen oder Kinderbetreuung, Ausbildungsunterstützungen oder grosszügige Anstellungsbedingungen (bezahlte Überstunden, Sabbatical, etc.) gewährt werden.

Büroarchitektur alleine macht niemanden produktiver
Viele Manager glauben immer noch, längere Arbeitszeiten bedeuten eine höhere Leistung. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf versuchen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dazu zu bewegen, länger im Büro zu arbeiten. Eine Idee ist, die Büroräume so wohnlich wie möglich zu gestalten – mit dem Hintergedanken, dass die Mitarbeiter freiwillig länger bleiben. Nur die Büroarchitektur zu ändern ist allerdings zu kurz gedacht. Und ob mehr Stunden auch zu mehr Leistung führen, ist keineswegs ausgemacht. Zudem gewöhnen sich Mitarbeiter schnell an solche Extras. Diese verlieren als Einzelmaßnahme somit schnell ihre Anreizwirkung.

New Work ganzheitlich denken
Moderne Office-Konzepte machen nur Sinn, wenn sich Unternehmen für eine ganzheitliche Einführung von New Work entscheiden. Das bedeutet aber elementare Änderungen auf den Ebenen Führung, Kultur und Zusammenarbeit. Hinter dieser Idee von New Work liegt die Überzeugung, dass Mitarbeiter, die an der Weiterentwicklung des Geschäfts aktiv teilhaben können, zufriedener sind – und somit quasi automatisch gute Leistungen erbringen.

Kreative Benefits auf dem Vormarsch
Die Handelszeitung berichtet: Dass mehr Arbeitsstunden nicht gleich mehr Leistung bedeuten, ist ein Gedanke, mit dem sich auch Advanon-Mitbegründer Phil Lojacono befasst hat. Bei der Leistungsmessung seiner Mitarbeiter entfernt er die Zeitvariable und setzt auf eine ganz andere Methode zur Motivations- und Leistungssteigerung: Mitarbeiter-Benefits. Neben einer unbegrenzten Anzahl an Urlaubstagen bietet das Start-up-Unternehmen seinen Mitarbeitern auch Dienste von Steuerberatern an und übernimmt Kosten von Hotel und Flug im Urlaub. Ein solcher Ansatz passt jedoch nicht für jedes Unternehmen. Viele konzentrieren sich auf eine attraktive Gestaltung des Vergütungsmodells mit marktüblichen Festgehältern und variablen Vergütungsanreizen.

Unabhängig davon, ob man die neuen im Trend liegenden Mitarbeiter-Benefits oder die traditionellen Motivationsreize anbietet, sollte man Folgendes beachten. Einen Bonus und grosszügige Mitarbeiter-Benefits zu gewähren, wenn es im Geschäft bergauf geht und die Leistung des einzelnen Mitarbeiters stimmt, ist leicht. Aber was macht man, wenn die Geschäfte mies laufen, der Mitarbeiter aber mit viel Elan die ihm gesetzten Ziele übertroffen hat? Hier sind gute Kommunikation und Transparenz gefragt! Die Mitarbeiter sollten darüber informiert werden, weshalb ihr Bonus auf einmal ausfällt. Ein Nicht-Kommunizieren könnte das Vertrauen der Mitarbeiter schädigen und sich somit negativ auf die Arbeitsdynamik und Motivation der Mitarbeiter auswirken.

Benefits Survey Kienbaum

Benefits Survey Schweiz 2017

In Zeiten der Null-Inflation und minimalen Lohnsteigerungen kommt den Benefits eine wichtige Funktion zu. Je enger die Benefits mit der Vision des Unternehmens verknüpft sind, desto stärker die emotionale Bindung des Mitarbeiters. Benefits bieten dem Unternehmen zudem ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um ein attraktives und einzigartiges Vergütungspaket für die Mitarbeiter zu schnüren. Die Erhebung findet ab sofort bis Ende März statt. Die Teilnahme kostet CHF 1‘800. Diese beinhaltet die Zustellung der Studien-Ergebnisse sowie die Präsentation im Rahmen eines Roundtables in Zürich Ende August 2017. Für interessierte Unternehmen, die nicht an der Studie teilnehmen, beträgt der Preis CHF 4‘500.- (zzgl. MwSt.).

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