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New Work

New Worker und die Arbeit der Zukunft

Autoren

Dr. Markus Gunnesch
Dr. Markus Gunnesch
Consultant
Alexander Hochgürtel
Alexander Hochgürtel
Consultant

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Dr. Markus Gunnesch
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Alexander Hochgürtel
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31.07.2017

Die Arbeitsgestaltung von morgen: Der New Worker

Wer sind die New Worker und was brauchen sie? Einen Ansatz zur Beantwortung dieser Fragen liefert der Begründer der New-Work-Bewegung Frithjof Bergmann:  

  • Mitarbeiter sollen tun, was sie können und wollen.
  • Sie sollen befähigt werden, ihrem Tun Wirkung zu verleihen.

Dies rückt den Mitarbeiter in den Fokus des unternehmerischen Interesses und Handelns. Damit sich der New Worker entfalten kann, müssen die notwendigen strukturellen bzw. organisationalen Rahmenbedingungen geschaffen werden.


Der New Worker und die Organisation im Unternehmen  

In der Unternehmensorganisation lassen sich vier wesentliche Arbeitnehmertypen unterscheiden:  

  • Der New Worker ist charakterisiert durch eine individuelle und flexibel-eigenverantwortliche Arbeitsgestaltung, die von agilen Organisationsstrukturen gestützt wird.
  • Ihm gegenüber steht der Traditionalist, mit einem Bedürfnis nach eindeutig definierten Arbeitsschritten und hierarchischer Steuerung.
  • Der Structuralist ist klar strukturiert, hierbei offen für agile Elemente, die innovative Führungs- und Steuerungsmechanismen zulassen.
  • Der Escapist bricht regelmäßig aus hierarchischen Strukturen aus und setzt eigene Projekte parallel zum Unternehmensprozess um.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der New Worker sich flexible Arbeitsmodelle und ein hohes Maß an Selbstorganisation wünscht. Er stellt Unternehmen also vor die Herausforderung, eine Organisationsform und vor allem eine Unternehmenskultur zu etablieren, die ein solches Arbeiten ermöglicht.


Haben klassische Strukturen ausgedient?

Der Trend steuert auf eine vollkommene Entgrenzung der Arbeit zu. Der Übergang von Arbeitszeit zu Freizeit ist ein fließender, der von zahlreichen Freizeitgestaltungsangeboten geprägt wird. Form und Intensität der Mitarbeiterbindung und -motivation verändern sich ebenfalls und starre Prozesse werden von dynamischen abgelöst. Trotz der verstärkten Selbstorganisation und maßgeschneiderter Anreizsysteme wird es auch weiterhin klar definierte klassische Strukturen und Zielvorgaben geben. Und das hat unter anderem den Grund, dass die Bedürfnisse der Menschen im Unternehmen verschieden sind. Aktuell arbeiten mitunter fünf Mitarbeitergenerationen unter einem Dach: Die Nachkriegsgeneration, Babyboomer sowie Generation X, Y und Z – alle mit heterogenen Lebensentwürfen, Wertevorstellungen und unterschiedlichen Bedürfnissen im Unternehmenskosmos.


Was die New Workforce braucht

Die Belegschaft von morgen – die New Workforce – besteht aus Mitgliedern mehrerer Generationen und unterschiedlichen Arbeitnehmertypen. Diese Diversität spiegelt sich in Zeiten des digitalen Wandels unter anderem in verschiedenen Arbeitsmodellen (fest vs. flexibel), Arbeitsgegebenheiten (lokal vs. virtuell), Arbeitsbedürfnissen (sicherheitsbezogen vs. autonom) und Arbeitsweisen (analog vs. digital) wider. Darüber hinaus unterscheiden sich die Mitarbeiter in Bezug auf ihre fachliche Expertise, ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Organisationen müssen sich dieser Verschiedenheiten bewusst werden und jeder Generation individuelle Möglichkeiten geben, ihre Potenziale zu entfalten.


Die HR zwischen Job-Design und Organisation

Der New Worker bewegt sich als „struktureller Grenzgänger“ zwischen effizienten Projektabläufen mit klaren Strukturen und maximal agilen Organisationsroutinen. HR ermöglicht dies und ist damit ein wichtiges Bindeglied zwischen Organisation und Job-Design. Die Personalarbeit wird zur Schaltzentrale für den digitalen Wandel im Unternehmen und verbindet die Belegschaft mit dem Unternehmen von morgen.
 


Den vollständigen Artikel „Der New Worker – Freies Radikal zwischen agilen Strukturen und flexiblen Arbeitsprozessen“ ist in der Ausgabe 6/2017 der Zeitschrift „Betrieb und Personal“ erschienen: hier lesen.

#New Worker #Arbeitsgestaltung #Agiles Arbeiten
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