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HR-Strategie und -Organisation

Wie digital ist HR bereits?

Autor

Jasmin Bohnenkamp
Jasmin Bohnenkamp
Assistentin der Geschäftsführung

Autor

Jasmin Bohnenkamp
Jasmin Bohnenkamp
Assistentin der Geschäftsführung
19.10.2017

Neben der Frage, welchen Wertbeitrag und welche Rolle HR in der Digitalisierung des Gesamtunternehmens leisten kann, stellt sich die Frage, was HR für seine eigene Digitalisierung tun muss. Unsere Studie zeigt, dass HR noch weit entfernt von seinem digitalen Zielbild ist und insbesondere die HR-Prozess- und Systemlandschaft noch deutliches Optimierungspotenzial aufweist.

Digital HR – Zukunftsmusik oder gelebte Praxis?

Während die digitale Welle zunehmend auch in bislang wenig bewegten Branchen Einzug hält, hinken die strategische Verankerung des Themas Digitalisierung und damit verbunden die Grundlage für eine systematische Umsetzung konkreter Digitalisierungsinitiativen in vielen Unternehmen noch hinterher. Gesamthaft hat nur knapp ein Viertel der befragten Unternehmen eine konkrete Digitalisierungsstrategie ausgearbeitet – ebenso gering ist der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierung, damit verbundene Ziele und Initiativen im Rahmen ihrer HR-Strategie konkretisiert hat.

Wie in anderen Unternehmensbereichen auch, steht die Optimierung interner Prozesse an erster Stelle auf der digitalen Agenda der HR-Bereiche. Erfreulich ist, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen begonnen haben, die Digitalisierung ihrer HR-Prozesse voranzutreiben. Hierbei ist der digitale Reifegrad für Prozesse rund um Personaladministration und -abrechnung, Recruiting und Onboarding sowie HR-Reporting am weitesten vorangeschritten. Erschreckend ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass nur 14 Prozent der befragten Unternehmen über bereits etablierte Mitarbeiter-Self-Service-Anwendungen (z.B. ESS/ MSS) verfügen. Während das noch ungenutzte Digitalisierungspotenzial für alle HR-Prozesse hoch bewertet wird, wird das höchste Potenzial zur Ausschöpfung auf der administrativ-transaktionalen Ebene gesehen. Automatisierung, Simplifizierung und eine stärkere Anwenderzentrierung sind hier die entscheidenden Stellgrößen zur Effizienzsteigerung. Aber auch in den HR-Kernleistungen rund um Talent Management, Recruiting, Learning etc. liegt noch ungenutzter Spielraum, über den HR einen erheblichen Wertbeitrag zur Digitalisierung der Gesamtorganisation leisten kann.

Neben mangelndem Budget in HR sind fehlende Kompetenzen zur Realisierung von HR-Digitalmaßnahmen das Hauptproblem von mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen. Die Digitalkompetenz erweist sich damit auch HR-intern als Schlüsselthema mit einer alarmierenden Diskrepanz zwischen aktueller Qualität und eigentlicher Bedeutung. Folglich überrascht es nicht, dass flexible Formen der Zusammenarbeit, agile Projektmanagement-Methoden ebenso wie kundenzentrierte Innovationstechniken in vielen HR-Abteilungen noch lediglich Theorie sind.

Hr Strategie And Organisation 2017

HR - Strategie & Organisation 2017

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