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Steigende Anforderungen und angemessene Vergütung der Aufsichtsratsarbeit

Die letzten Änderungen des DCGK umfassen unter anderem den Vorschlag, die Amtszeit von Aufsichtsräten zu begrenzen und Fehlzeiten bei den Sitzungen zu veröffentlichen. Das Thema Zeitmanagement und -souveränität spielt demnach eine immer größere Rolle für die qualifizierte Mitarbeit im Aufsichtsrat. Eine aktuelle Kienbaum-Studie in diesem Umfeld unterstreicht dabei, dass der Zeitaufwand für die Wahrnehmung eines Aufsichtsratsmandats in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Die steigenden Anforderungen materialisieren sich im Zeitvergleich der letzten 15 Jahre in vermehrten Ausschusssitzungen und der zunehmenden Notwendigkeit, dass der Aufsichtsrat über Spezialwissen auf bestimmten Gebieten verfügt. Um das für die Kontroll- und Beratungsfunktion benötigte Spezialwissen zu bündeln und der notwendigen Expertise für die Aufsichtsratsarbeit Rechnung zu tragen, werden Fachaufgaben in fokussierten Ausschüssen vorbereitet und dann an das Gremium zurückgespiegelt. Vor diesem Hintergrund sollte sichergestellt werden, dass die Arbeit des Aufsichtsrats angemessen vergütet wird. Die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats muss sich dabei auch in der Gestaltung der Aufsichtsratsvergütung widerspiegeln. Vor diesem Hintergrund setzt sich in Deutschland immer mehr eine erfolgsunabhängige Vergütung durch, bei der eine Differenzierung der Vergütungshöhen über eine Höherdotierung bestimmter Rollen und Aufgaben der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder erfolgt.