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Inhalte Kamingespräche

Sich ändernde regulatorische Vorgaben, der zunehmende Einfluss aktiver Investoren und die Digitalisierung verschiedener Arbeitsprozesse wirken allesamt auf das originäre Tätigkeitsfeld des Aufsichtsrats und erhöhen die Komplexität der Gremienarbeit. Diese Einflüsse erfordern letztlich auch einen aktiven Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand und lassen die klaren Grenzen von Überwachung und Kontrolle der Aufsichtsratsarbeit zusehends verschwimmen.

Vor diesem Hintergrund haben wir vier spannende Themenfelder spezifiziert, um aktuelle Entwicklungslinien und Trends in der Corporate Governance aufzunehmen und gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren.

  • Kommunikation des Aufsichtsrats mit Investoren
  • Digitalisierung des Überwachungsgremiums
  • Organisation der Unternehmensüberwachung durch den Aufsichtsrat
  • Kienbaum-Trendstudie zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung

1. Kommunikation des Aufsichtsrats mit Investoren

In der aktuellen Corporate Governance-Diskussion wird hierbei über die mögliche Umsetzung der EU-Aktionärsrechte-Richtlinie in deutsches Aktienrecht räsoniert: Man setzt sich damit auseinander, wie sich diese Richtlinie auf das Beziehungsgeflecht – bestehend aus Aufsichtsrat, Vorstand und Aktionären – insbesondere bei Fragen der Vorstandsvergütung („Say-on-Pay“) und der direkten Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Investoren auswirken könnte. Von verschiedenen Seiten wird gefordert, dass Investoren auf den Aufsichtsratsvorsitzenden zugehen können, um Informationen zu Personalfragen bezüglich der Vorstandsbesetzung und -vergütung direkt aus Händen des verantwortlichen Überwachungsgremiums zu erhalten. Teilweise ist diese Entwicklung auch schon in der Praxis angekommen, sodass die alleinige Kompetenzhoheit des Aufsichtsrats bei diesen Personalthemen langfristig erodieren könnte.

2. Digitalisierung des Überwachungsgremiums

Zudem befassen wir uns ausführlich mit dem Einfluss der Digitalisierung auf die Gremienarbeit. Hierbei interessiert uns insbesondere, mit welchem „digitalen Mindset“ die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder  agieren und welche digitalen Kompetenzen im Aufsichtsrat insgesamt verankert sind. Entscheidend ist, dass der Aufsichtsrat dem Vorstand die richtigen Fragen stellt, wenn dieser dem Aufsichtsrat die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens zur Prüfung und Zustimmung vorlegt. Wir sehen im Markt einen Trend zur Einrichtung von sicheren „Digital Boardrooms“. Deshalb wollen wir diese Umfrage dazu nutzen, einen Überblick in Bezug auf den Status quo der Digitalisierung der Aufsichtsratsarbeit in Ihrem Unternehmen zu verschaffen.

3. Organisation der Unternehmensüberwachung durch den Aufsichtsrat

Des Weiteren stellen die Unternehmensüberwachung sowie die Informationsversorgung des Aufsichtsrats zentrale Herausforderungen guter Aufsichtsratsarbeit dar. Hierbei interessieren uns der Turnus, die Kommunikation und der Umfang der Berichtsunterlagen. Daneben sind auch Haftungsfragen des Aufsichtsrats und Vorstands ein wiederkehrendes Thema. Vor diesem Hintergrund kommt der D&O-Versicherung für die Gesellschaftsorgane eine zentrale Bedeutung zu, wobei die Versicherungsbedingungen vielfach sehr unterschiedlich ausgestaltet sind und einer kontinuierlichen Fortentwicklung unterliegen. In unserer Studie möchten wir daher Ihre Maßnahmen hinsichtlich Haftungsangelegenheiten in Erfahrung bringen. 

4. Kienbaum-Trendstudie zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung

Abschließend ist die Erhebung von Trends in der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung mittlerweile ein fester Bestandteil im Rahmen unserer Kamingespräche. Denn die Gestaltung von Vorstands- und Aufsichtsratsbezügen ist ein mithin wichtiger Bestandteil guter Unternehmensführung. Hierbei geht es einerseits um die Frage, wann eine Vergütung ihrer Höhe nach als angemessen empfunden wird und wie andererseits die Vergütung genutzt werden kann, um Anreize oder Signale zu setzen, die ein bestimmtes Verhalten fördern oder unterdrücken. Auch dieses Jahr möchten wir uns hierzu wieder ein aktuelles Meinungsbild einholen.