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Martin Lücker
Martin Lücker
Pressesprecher

​Kienbaum-Studie zur Firmenwagen-Politik in Österreich und Deutschland

Österreichische Unternehmen haben Nachholbedarf bei „grünen“ Firmenwagen

Wien, 06. Juni 2016 Ein „grüner Fuhrpark“ ist immer noch eine Seltenheit in österreichischen und deutschen Unternehmen. In Österreich sind die Unternehmen noch weit von einem „grünen“ Fuhrparkt entfernt, haben aber schon etwas mehr in diese Richtung unternommen als deutsche Firmen: 47 Prozent können sich vorstellen, Fahrzeuge mit alternativem Antrieb anzuschaffen, 14 Prozent haben sie bereits in ihrer Firmenwagenflotte und 20 Prozent haben dies konkret geplant. Das sind die Ergebnisse einer Kienbaum-Umfrage – eine Kooperation zwischen Kienbaum Beratungen GmbH und dem Forum Personal des ÖPWZ, unter 246 österreichischen Firmen, deren Angaben in den „Firmenwagenreport 2016 - Österreich“ eingeflossen sind.

In Deutschland können sich ebenfalls 59 Prozent der Firmen vorstellen, Fahrzeuge mit alternativem Antrieb anzuschaffen, jedoch haben lediglich zehn Prozent der Firmen bereits in solche „grünen“ Firmenfahrzeuge investiert. Weitere sechs Prozent der Unternehmen planen konkret den Erwerb solcher Fahrzeuge. Das zeigt eine aktuelle Studie von Kienbaum „Firmenwagenstudie 2015 - Deutschland“, für die das Beratungsunternehmen 78 deutsche Firmen befragt hat.

Mehrheit der österreichischen Firmen duldet unbegrenzte Privatnutzung
Firmenwagen dürfen in Österreich von 60% der Fahrer privat genutzt werden, jedoch sind die österreichischen Unternehmen restriktiv zu ihren Mitarbeitern: denn bei jedem zweiten Firmenwagennutzer in Österreich ist die Nutzung des Firmenwagens auf bestimmte Personengruppe begrenzt. In Deutschland hingegen ist es der überwiegenden Mehrheit erlaubt, den Wagen unbegrenzt privat zu nutzen.

In Bezug auf Umweltmaßnahmen setzen österreichische Firmen auf Pool Cars
Auf die Frage, welche Umweltmaßnahmen die Unternehmen im Hinblick auf einen grünen Fuhrpark bereits durchführen und welche geplant sind, ergibt sich folgendes Bild: In Österreich realisieren schon 62 Prozent der Firmen Pool Cars und gut ein Drittel achtet bei der Auswahl darauf, wie viel CO2 das jeweilige Fahrzeug ausstößt. Dennoch haben über 51% der Dienstwagen einen CO2 Ausstoß von über 130 Gramm.

„Seit 1. Jänner diesen Jahres ist durch die Steuerreform eine neue Sachbezugsregelung in Kraft. Das klingt bürokratisch, hat aber ganz konkrete Auswirkungen auf die erlaubten CO2-Werte von Firmenwagen: Die Unternehmen nehmen bei Neuanschaffungen deutlich mehr Rücksicht auf den CO2-Ausstoß. Das wird zu neuen Kaufmustern am Markt führen“, sagt Alfred Berger, Vergütungsexperte bei Kienbaum in Wien.

Fast alle Geschäftsführer fahren einen Firmenwagen
In vielen Positionen sind Firmenwagen Standard: 94 Prozent der Geschäftsführer und 79 Prozent der oberen Führungskräfte in Österreich steht ein Firmenwagen zur Verfügung. In Deutschland sind es 92 beziehungsweise 78 Prozent. Auch in Fachfunktionen sind Firmenwagen weit verbreitet: Zum Beispiel haben 82 Prozent der Außendienstmitarbeiter in österreichischen Firmen Anspruch auf einen Firmenwagen, in Deutschland sind es 73 Prozent.

„Der Firmenwagen gilt als fester Bestandteil von Vergütungspaketen vieler Unternehmen und ist bei Top Führungskräften und im Außendienst nicht mehr weg zu denken. Wenn ein Firmenwagen strategisch geschickt eingesetzt wird, kann er auch als Motivationsanreiz wirken. Außerdem wäre in vielen Unternehmen eine Firmenwagenpolitik mit klareren Regelungen wünschenswert. Dazu zählt auch, die Einhaltung der Firmenwagenregelungen aktiv zu fördert, um Missstimmungen zu vermeiden und die Anreizfunktion von Firmenautos voll zu nutzen“, sagt Alfred Berger, Leiter Compensation & Performance Management bei Kienbaum Österreich.

Je höher die Position, desto höher das Anschaffungsbudget
Die Anschaffungsbudgets für Firmenwagen liegen in Österreich bei folgenden Bruttoanschaffungskosten: Bei Spezialisten und Außendienstmitarbeitern liegt das durchschnittliche Anschaffungsbudget für einen Firmenwagen zwischen 25.000 und 36.000 Euro. Auf der oberen Führungsebene beträgt das Anschaffungsbudget in Österreich zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Und Geschäftsführer fahren Firmenwagen, die in Österreich im Median 60.000 Euro kosten (in Deutschland sind es 70.000 Euro).

Full-Service-Leasing ist am weitesten verbreitet
Die meisten Unternehmen nutzen für ihren Firmenwagen Full-Service-Leasing: In Österreich wählt gut die Hälfte der Firmen diese Form der Anschaffung und Betreuung; in Deutschland sind es knapp zwei Drittel. Gekauft werden die Firmenwagen in Österreich durchschnittlich in rund 30 Prozent der Unternehmen, in Deutschland liegt hingegen dieser Wert lediglich bei 15 Prozent.

Geschäftsführer fahren am liebsten europäische Automarken
Sowohl in Österreich als auch in Deutschland sind die europäischen Automarken unter Geschäftsführern sehr beliebt. Andere haben es hingegen in beiden Ländern schwer, Fuß zu fassen. Im Vergleich zu 2013 werden weniger Beschränkungen der Markenauswahl der österreichischen Firmenwagen auf fast allen Hierarchie-Ebenen beobachtet, mit Ausnahme der Geschäftsführungsebene. Ausschlaggebend für die Einschränkungen der Markenauswahl sind die Händlerkonditionen/Preisvorteile sowie die Einkaufspolitik. In Bezug auf die Ausstattungen der Fahrzeuge werden in beiden Ländern sowohl Freisprecheinrichtung als auch Navigationsgerät am häufigsten vorgeschrieben. 

Die Kienbaum-Studie „Firmenwagenreport 2016 - Österreich“ ist zum Preis von 275 Euro (zzgl. MwSt.) unter www.kienbaumshop.com oder direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, 1010 Wien (Fax +43 1 533 51 88-40) erhältlich. Alle Reports werden als Digitalversion (PDF) geliefert. Auf Wunsch auch als Printversion mit einem Aufpreis von 100 Euro (+ MWSt).  Weitere Informationen rund um das Thema Vergütung finden Sie auch unter www.kienbaum-compensation.com. Für Rückfragen steht Ihnen Mag. Alfred Berger gern zur Verfügung (Fon: +43 1 533 51 88-21, E-Mail: alfred.berger@kienbaum.com.   
Die Online-Applikation Kienbaum Compensation Portal bietet exklusiven Zugriff auf Kienbaum Vergütungsdaten – rund um die Uhr und nach höchsten Qualitätsstandards. Neben der bekannt hochwertigen Kienbaum-Datenbasis überzeugt das Portal durch bequemes Handling, vielfältige Auswahlkriterien sowie individuell anwählbare Abfragemechanismen und Ergebnisberichte. Unser Online-Angebot steht derzeit für folgende europäische Länder bereit: Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Polen, Tschechien, Türkei, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Russland. Übrigens: Ihre Daten sind bei uns sicher; das Compensation Portal ist die einzige TÜV geprüfte Online-Vergütungsdatenbank in Deutschland. www.kienbaum-compensation-portal.com

Kienbaum. Inspirierend. Anders.

Kienbaum Consultants International ist eine Personal- und Managementberatung, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Beratungsportfolios stellt. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Menschen in Organisationen zu bewegen und so Veränderungen zum Erfolg zu führen. Kienbaum ist in den Geschäftsfeldern Executive Search, Human Capital Services, Change- und Organisations-Beratung und Kommunikation tätig. Dabei greifen die interdisziplinären Teams auf jahrzehntelange Beratungserfahrung, fundiertes Branchen-Know-how und die anwendungsorientierten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Kienbaum-Forschungsinstituts zurück. Kienbaum wurde vor mehr als 70 Jahren in Deutschland gegründet und wird heute als Familien- und Partnerunternehmen geführt. Das Beratungsunternehmen unterhält neben seinem Hauptsitz in Köln Standorte in 18 Ländern auf vier Kontinenten.
www.kienbaum.com

Weitere Informationen:
Martin Lücker
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Fon: +49 221 801 72-537
martin.luecker@kienbaum.de
www.kienbaum.com


Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Saskia Leininger