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Pressemitteilung

Kienbaum-Analyse zur Umsetzung der Frauenquote in Familienunternehmen

Frauenquote: Immer noch 33 neue Aufsichtsrätinnen für Familienunternehmen gesucht

Berlin, 22. Dezember 2015 Familienunternehmen, die börsennotiert und voll mitbestimmt sind, stehen angesichts der ab dem 1. Januar 2016 geltenden fixen Frauenquote vor großen personellen Herausforderungen: Um den gesetzlich geforderten Frauenanteil von 30 Prozent in Aufsichtsräten zu erreichen, müssen die 20 von der Quote betroffenen Familienunternehmen bei den kommenden Besetzungsverfahren insgesamt 33 weibliche Aufsichtsräte berufen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

„Es ist wichtig, dass sich die Unternehmen nun intensiv auf die anstehenden Aufsichtsratsbesetzungen vorbereiten. Teilweise müssen drei bis vier Frauen gleichzeitig berufen werden – eine bedeutende und zugleich lohnende Aufgabe, auf deren Erfüllung Politik und Öffentlichkeit achten werden“, sagt Monika Berane, Partnerin bei Kienbaum und als Personalberaterin spezialisiert auf die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen.

Nur sechs der 20 von der Quote betroffenen Familienunternehmen erfüllen diese bereits. Der Konsumgüterhersteller Henkel ist mit einem Frauenanteil von knapp 44 Prozent absoluter Spitzenreiter. Im Durchschnitt liegt der Anteil weiblicher Aufsichtsräte bei rund 21 Prozent. Es gibt jedoch auch familiengeführte Unternehmen die größeren Bedarf an zukünftigen Aufsichtsrätinnen aufweisen. Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius und die Beteiligungsgesellschaft Porsche Automobil Holding beispielsweise haben derzeit noch keine Frau im  Aufsichtsrat.

Anne von Fallois, Hauptstadtrepräsentantin und Expertin am „Kienbaum Female Desk“, ist zuversichtlich: „Die fixe Frauenquote lässt sich für die Unternehmen dank eigener Netzwerke und mit externer Begleitung gut bewältigen. Neben der Suche nach den passenden weiblichen Aufsichtsräten geht es angesichts der neuen gesetzlichen Vorgaben aber auch darum, strategisch weibliche Führungskräfte aufzubauen. Hierfür muss sich sowohl die Personalentwicklung als auch die Unternehmenskultur verändern.“

Für weitere Informationen zur Analyse steht Ihnen Anne von Fallois (Fon: +49 30 88 01 99-25, E-Mail: anne.vonfallois@kienbaum.de) gerne zur Verfügung.


Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Saskia Leininger