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Pressemitteilung

Boni-Exzesse? Topmanager jenseits SMI und SMIM erhalten moderate Boni

Kienbaum veröffentlicht Kadersalär-Studie 2017

  • Variable Vergütung spiegelt die Unternehmensleistung
  • Das Topmanagement erhält 2017 im Median CHF 85.000 Bonus 
  • Zusatzleistungen sind wichtiger Bestandteil der Vergütung

Zürich, 11. Juli 2017 Der Grossteil der Schweizer Unternehmen zahlt seinen Topmanagern moderate und angemessene Boni – ganz entgegen der öffentlich geführten Diskussion um die Boni-Exzesse einer Gruppe von Managern aus den Konzernen des SMI und SMIM: Im Median erhalten die Schweizer Topmanager 2017 eine jahresbezogene variable Vergütung von CHF 85.000; das ist rund ein Viertel ihres Gesamtsalärs. Auf der zweiten Führungsebene sind es im Median noch CHF 41.000 und auf den unteren Führungsebenen lediglich CHF 12.000 im Median; das sind rund zehn Prozent ihres Salärs. Dies ergab die aktuelle Kadersalärstudie 2017 der Personal- und Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit der Handelszeitung. Dazu wurden mehr als 15.000 Einzelpositionen aus rund 450 Unternehmen analysiert.

„Diese Zahlen repräsentieren die Schweizer Wirtschaft viel besser als die sich jährlich überbietenden Compensation-Pakete der 50 grössten Schweizer Unternehmen aus SMI und  SMIM“, sagt Sacha Cahn, Executive-Compensation-Experte und Principal der Kienbaum AG in Zürich.

Langfristige variable Vergütungsbestandteile werden wichtiger
In den vergangenen Jahren haben sich neben der jahresbezogenen variablen Vergütung auch langfristige, am nachhaltigen Unternehmenserfolg orientierte Vergütungsbestandteile im Vergütungspaket Schweizer Führungskräfte etabliert: Mit einer Verbreitung von 74 Prozent werden Aktienoptionspläne – also Aktien, Aktien-ähnliche Instrumente und Optionen – favorisiert.

„Die verbreitete These, Mitarbeitende liessen sich angesichts des erreichten Wohlstandsniveaus durch Geld nicht länger motivieren, trifft nicht zu. Die Studie zeigt vielmehr, dass die variable Vergütung den Mitarbeitenden Anerkennung für ihre Leistung signalisiert“, sagt Jörg Scholten, Mitglied der Geschäftsleitung der Kienbaum AG in Zürich.

Managersaläre stagnieren fast
Schaut man sich die Entwicklung der Gehälter im Vergleich zum Vorjahr an, zeigt sich, dass die Managergehälter in der Schweiz kaum gestiegen sind: Die Schweizer Unternehmen haben die Saläre ihrer Kader binnen Jahresfrist im Durchschnitt nur um 1,1 Prozent angehoben. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Hierarchieebenen gering: Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr liegt zwischen unterem Management und Topmanagement zwischen 0,8 und 1,2 Prozent.

Vorsitzende der Geschäftsführung verdienen am meisten

Topverdiener unter den Schweizer Führungskräften sind die Vorsitzenden der Geschäftsführung in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden: Ihr Salär beträgt im Median CHF 552.000. Betrachtet man diese Personengruppe in Unternehmen aller Grössenklassen, liegt ihr Salär im Median bei CHF 398.000, so die Kienbaum-Studie.

Zusatzleistungen sind wichtiger Bestandteil der Vergütung

Die Zusatzleistungen im Rahmen der Altersvorsorge sind besonders beliebt: Knapp zwei Drittel der Unternehmen stellen ihren Führungskräften einen integrierten oder zusätzlichen Kaderplan zur Verfügung. Ausserdem versichern 57 Prozent der Firmen die Saläre plus variable Lohnbestandteile ihrer Manager.
Weitere gängige Zusatzleistungen sind Unfallversicherungen sowie Lohnfortzahlungen bei Krankheit, Unfall und Tod, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. 43 Prozent der Unternehmen haben zusätzlich einen Rahmenvertrag mit einer privaten Krankenversicherung abgeschlossen. Weitere übliche Zusatzleistungen sind die Übernahme der Mobiltelefonkosten, Fahrzeug-Pauschalen oder die Bereitstellung eines Firmenwagens. Diese Benefits sind für das obere Management heute schon Standard.
Der Vergütungsreport „Kadersalärstudie Schweiz 2017“ ist zum Preis von 2’100 CHF (+MwSt.) online unter kienbaumshop.com erhältlich. Für weitere Informationen zur Studie steht Ihnen Alina Wohlt gern zur Verfügung (+41 44 306 42 42, alina.wohlt@kienbaum.com).
Die Online-Applikation Kienbaum Compensation Portal bietet exklusiven Zugriff auf Kienbaum Vergütungsdaten – rund um die Uhr und nach höchsten Qualitätsstandards. Neben der bekannt hochwertigen Kienbaum-Datenbasis überzeugt das Portal durch bequemes Handling, vielfältige Auswahlkriterien sowie individuell anwählbare Abfragemechanismen und Ergebnisberichte. Unser Online-Angebot steht derzeit für folgende europäische Länder bereit: Deutschland, Österreich, Schweiz, Griechenland, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Spanien, Tschechien, Türkei und Ungarn. Übrigens: Ihre Daten sind bei uns sicher; das Compensation Portal ist die einzige TÜV geprüfte Online-Vergütungsdatenbank in Deutschland.
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Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Saskia Leininger