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Martin Lücker
Pressesprecher

Kienbaum veröffentlicht Gehaltsentwicklungsprognose 2018

Schweizer Gehälter steigen 2018 um 1,2 Prozent

Zürich, 5. Oktober 2017 Im kommenden Jahr werden die Gehälter in der Schweiz erneut steigen – und das über alle Hierarchieebenen hinweg: Die Gehälter für Vorstände legen um 1,0 Prozent zu und auch Fachkräfte dürfen sich über einen Gehaltsanstieg von 1,4 Prozent freuen. Im westeuropäischen Durchschnitt erhöhen sich die Gehälter um 2,6 Prozent; der Reallohnanstieg fällt durch erwartete Inflationsraten von 1,3 bis 1,8 Prozent aber oft wesentlich geringer aus. Die niedrige Inflation hierzulande hat indes zur Folge, dass in der Schweiz auch die Reallöhne um 0,8 Prozent steigen werden. Als einziges westeuropäisches Land verzeichnet Grossbritannien bei einer Inflation von 2,8 Prozent einen geringen realen Gehaltsrückgang.

Dies geht aus einer Studie hervor, die die Personal- und Managementberatung Kienbaum in 36 Ländern durchgeführt hat. Über 1.550 Teilnehmer aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Grössen haben hierfür in einer Online-Befragung Informationen zur Gehaltsentwicklung preisgegeben.

Fachkräfte profitieren in vielen europäischen Ländern am stärksten

Unter Betrachtung der einzelnen Hierarchieebenen gestaltet sich die Verteilung der Gehaltserhöhungen in Westeuropa von Land zu Land verschieden. Während Vorstände in Finnland, Italien oder Portugal mit den vergleichsweise höchsten Gehaltszuwächsen rechnen können, profitieren in Deutschland, Österreich oder Luxemburg die Spezialisten und Fachkräfte am meisten. In der mittleren Managementebene sind in Frankreich, Belgien und den Niederlanden bei Steigungsraten zwischen 2,5 und 3,4 Prozent die stärksten Gehaltserhöhungen zu erwarten. 

In den osteuropäischen Ländern ist bei einer durchschnittlichen Rate von fast fünf Prozent über alle Hierarchieebenen hinweg von einer wesentlich stärkeren Gehaltssteigerung als in Westeuropa auszugehen. Die prozentualen Gehaltssteigerungen in den Ländern Osteuropas unterscheiden sich mit Werten zwischen 2,9 und 7,6 Prozent sehr stark voneinander, wobei der Gehaltszuwachs in den Nicht-EU-Staaten tendenziell höher ist. Zugleich sind die Ukraine, die Türkei und Weissrussland von einer sehr starken Inflation von über acht Prozent betroffen, sodass die realen Einkommenszuwächse in diesen Ländern sogar abnehmen. Der Inflationsausgleich ist hier also ausschlaggebender Faktor für die Gehaltsentwicklung. Aufgeteilt nach Hierarchieebenen profitieren sowohl in den EU- als auch in den Nicht-EU-Staaten Spezialisten und Fachkräfte am stärksten von Gehaltserhöhungen.

In Indien steigen die Reallöhne weltweit am stärksten

Bei den untersuchten aussereuropäischen Staaten erwartet besonders die BRIC-Staaten ein hoher Gehaltszuwachs. Deren Spitzenreiter Indien kommt auf eine Gehaltserhöhung von 8,2 Prozent. Selbst nach Abzug der für diese Länder üblich hohen Inflationsrate von bis zu 4,5 Prozent, kommt das Land noch auf eine reale Lohnerhöhung von 3,6 Prozent, gefolgt von China mit 3,3 Prozent. Russland und  Brasilien befinden sich für diesen Wert knapp unter der Zwei-Prozent-Marke. Im Hinblick auf die nach Hierarchieebenen aufgeteilten Gehaltszahlungen steigen in Mexiko, Indien, Japan und China die Gehälter von Spezialisten und Fachkräften am stärksten. In den USA und in Singapur dagegen profitieren die obersten Führungsetagen mit Erhöhungen von bis zu 4,7 Prozent (USA) am stärksten von Gehaltszuwächsen. Über alle Hierarchieebenen hinweg ist in den USA mit einem Gehaltszuwachs von 3,9 Prozent und einer realen Lohnsteigerung von1,7 Prozent zu rechnen. 

Unternehmensperformance bleibt stärkster Einflussfaktor

Die Unternehmensperformance bleibt auch für das Jahr 2018 der weltweit wichtigste Einflussfaktor auf die Gehaltsentwicklung. Allein in Deutschland übt sie einen Einfluss von 75 Prozent aus. Im westeuropäischen Vergleich bilden Österreich und Griechenland jedoch regionale Ausnahmen. Hier wird die Leistung der Mitarbeiter für die Gehaltsannahmen stärker einbezogen. Zudem spielen in Deutschland, Österreich und in den skandinavischen Ländern Tarifverträge eine zentrale Rolle bei der Gehaltsentwicklung. In Osteuropa ist vor allem der Inflationsausgleich, in Bulgarien und Weissrussland aber auch das Wirtschaftswachstum zentraler Einflussfaktor der Gehaltsentwicklung. Als einziges untersuchtes aussereuropäisches Land, in dem die Unternehmensperformance nicht den stärksten Einfluss ausübt, wirkt sich in Singapur die individuelle Leistung der Mitarbeiter am stärksten auf einen Lohnanstieg aus. 

Nicht-monetäre Anreizsysteme gewinnen an Bedeutung

Obwohl die finanzielle Vergütung auch in Zeiten der unter dem Begriff „New Work“ gefassten Veränderungen in Arbeitsprozessen und Organisationsstrukturen weiterhin zentrales Element bleibt, gewinnen nicht-monetäre Anreizsysteme zunehmend an Bedeutung. Wie aus einem Fokusteil mit 500 Studienteilnehmern hervorgeht, geben drei Viertel der Befragten an, dass flexible Freizeitgestaltungsmöglichkeiten wie bspw. die Möglichkeit von Sabbaticals als neue Faktoren in die Vergütungssysteme hinzutreten. Weitere 70 Prozent halten Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmenserfolg für relevant. Zunehmend etablieren die Unternehmen ausserdem Peer-Bewertungen und Kompetenzprofile für die individuelle Leistungsbeurteilung.

Die Kienbaum-Gehaltsentwicklungsprognose 2018 ist zum Preis von 250 Euro +Mwst. im Kienbaum-Shop erhältlich.

Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Markus Gunnesch gern zur Verfügung (markus.gunnesch@kienbaum.de).

Kienbaum. Inspirierend. Anders.

Kienbaum Consultants International ist eine Personal- und Managementberatung, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Beratungsportfolios stellt. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Menschen in Organisationen zu bewegen und so Veränderungen zum Erfolg zu führen. Kienbaum ist in den Geschäftsfeldern Executive Search, Human Capital Services, Change- und Organisations-Beratung und Kommunikation tätig. Dabei greifen die interdisziplinären Teams auf jahrzehntelange Beratungserfahrung, fundiertes Branchen-Know-how und die anwendungsorientierten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Kienbaum-Forschungsinstituts zurück. Kienbaum wurde vor mehr als 70 Jahren in Deutschland gegründet und wird heute als Familien- und Partnerunternehmen geführt. Das Beratungsunternehmen unterhält neben seinem Hauptsitz in Köln Standorte in 18 Ländern auf vier Kontinenten.
www.kienbaum.com

Weitere Informationen:
Martin Lücker
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Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Saskia Leininger