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Martin Lücker
Pressesprecher

Kienbaum vergleicht Gehälter in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Schweizer verdienen mehr als Deutsche und Österreicher

  • Geschäftsführer in Österreich verdienen am wenigsten
  • In Deutschland sind Gehaltsunterschiede zwischen Hierarchieebenen am größten
  • Reallohnsteigerungen werden 2016 in Österreich wegen hoher Inflation niedrig ausfallen

Gummersbach/Wien/Zürich, 16. November 2015 Die Schweizer verdienen im Vergleich zu Deutschland und Österreich am besten: Mit durchschnittlich 385.000 Euro Jahresgehalt liegen Schweizer Geschäftsführer vor ihren deutschen Kollegen, die im Schnitt 366.000 Euro im Jahr verdienen. Schlusslicht sind die Geschäftsführer aus Österreich mit durchschnittlich 292.000 Euro Jahresgehalt. Das zeigen aktuelle Studien der Beratungsgesellschaft Kienbaum zur Vergütung in  Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Es ist richtig, dass in der Schweiz im direkten Vergleich mit Deutschland und Österreich die höchsten Löhne gezahlt werden. Zu beachten sind dabei aber die Lebenshaltungskosten in der Schweiz, die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich hoch ausfallen. Die Summe, die vom Gehalt nach Abzug der Lebenshaltungskosten übrig bleibt, ist deshalb in Deutschland, Österreich und der Schweiz ähnlich hoch“, sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Julia Zmítko.

Je nach Hierarchieebene verdienen Führungskräfte sehr unterschiedlich
In Deutschland sind die Gehaltsunterschiede zwischen den Hierarchieebenen am größten: Ein deutscher Geschäftsführer verdient mit 366.000 Euro im Jahr fast acht Mal so viel wie ein Sachbearbeiter, der im Schnitt 48.000 Euro jährlich erhält. In der Schweiz und in Österreich fallen die Unterschiede geringer aus: In Österreich verdient ein Geschäftsführer rund sieben Mal so viel wie ein Sachbearbeiter, der durchschnittlich 41.000 Euro pro Jahr erhält. In der Schweiz verdienen Sachbearbeiter mit rund 80.000 Euro pro Jahr ungefähr ein Fünftel des Gehalts ihrer Chefs.

Gehälter in der Schweiz sind am wenigsten gestiegen
Deutsche Unternehmen haben die Gehälter ihrer Mitarbeiter im Vergleich zu 2014 am stärksten erhöht: Deutsche Geschäftsführer verdienen im Schnitt drei Prozent mehr als im Vorjahr, bei den Spezialisten sind es rund 3,8 Prozent. Die Schweizer verzeichnen im Ländervergleich eine moderate Gehaltssteigerung: Im Schnitt verdienen alle Hierarchieebenen ein Prozent mehr als im Vorjahr. Damit steigen die Gehälter in der Schweiz deutlich langsamer als in den Jahren zuvor.

In Österreich variieren die Gehaltssteigerungen je nach Hierarchieebene erheblich: Je verantwortungsvoller die Positionen, desto geringer die Gehaltssteigerung. Sachbearbeiter können sich über ein Gehaltsplus von fünf Prozent freuen, Geschäftsführer hingegen verdienen in diesem Jahr sogar zwei Prozent weniger als 2014.

Hohe Preissteigerungen in Österreich sorgen für niedrige Reallöhne
Die Gehaltsprognose für 2016 fällt sowohl für Deutschland, Österreich als auch für die Schweiz moderat aus: Deutsche Unternehmen erhöhen die Gehälter 2016 im Schnitt um 2,7 Prozent. Berücksichtigt man die Inflationsrate, beläuft sich die reale Gehaltssteigerung für das nächste Jahr auf 1,3 Prozent.

In Österreich werden die Gehälter im Schnitt nominal um 2,7 Prozent steigen, inflationsbereinigt sind es nur 0,5 Prozent mehr. Ursache sind die hohen Preissteigerungen in Österreich. Die Schweizer können mit einer Gehaltssteigerung von 1,6 Prozent rechnen, unter Berücksichtigung der Inflationsrate von -0,1 Prozent sogar mit einem Plus von 1,7 Prozent.

Fast alle Topmanager erhalten einen Bonus
Mehr als 95 Prozent der Geschäftsführer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten einen Bonus zusätzlich zu ihrem Grundgehalt. In Deutschland beträgt diese variable Vergütung im Schnitt 126.000 Euro; das sind rund 31 Prozent des Gesamtgehalts. Die Schweizer Chefs erhalten mit rund 80.000 Euro im Schnitt 22 Prozent ihrer Jahresvergütung als Bonus. In Österreich beträgt die variable Vergütung von Geschäftsführern mit  60.000 Euro rund 25 Prozent ihres Gesamtgehalts.

Insbesondere auf den oberen Führungsebenen sind Nebenleistungen weit verbreitet: Neben betrieblicher Altersvorsorge und zusätzlichen Gesundheitsleistungen übernehmen die Unternehmen häufig auch Kosten für Krippenplätze, Firmenwagen und Mobiltelefone. „Nebenleistungen sind sowohl für Mitarbeiter als auch für Arbeitgeber gewinnbringend. Wenn Mitarbeiter merken, dass ihre Leistung angemessen wertgeschätzt wird, motiviert sie das zu überdurchschnittlichem Engagement. So profitiert auch das Unternehmen“, sagt Julia Zmítko.

Die Kienbaum Vergütungsreports sind unter www.shop.kienbaum.de oder direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 51605 Gummersbach (Fax +49 2261 703-201) erhältlich. Alle Reports werden als Digitalversion (PDF) geliefert. Auf Wunsch auch als Printversion mit einem Aufpreis von 100,- € (+MwSt.). Weitere Informationen rund um das Thema Vergütung finden Sie auch unter www.kienbaum-compensation.com. Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Julia Zmítko gern zur Verfügung (Fon: +49 2261 703-1608, E-Mail: julia.zmitko@kienbaum.de).

Jetzt auch für die Türkei: Die Online-Applikation Kienbaum Compensation Portal bietet exklusiven Zugriff auf Kienbaum Vergütungsdaten – rund um die Uhr und nach höchsten Qualitätsstandards. Neben der bekannt hochwertigen Kienbaum-Datenbasis überzeugt das Portal durch bequemes Handling, vielfältige Auswahlkriterien sowie individuell anwählbare Abfragemechanismen und Ergebnisberichte. Unser Online-Angebot steht derzeit für folgende europäische Länder bereit: Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Polen, Tschechien, Türkei, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Russland. Übrigens: Ihre Daten sind bei uns sicher; das Compensation Portal ist die einzige TÜV geprüfte Online-Vergütungsdatenbank in Deutschland. www.kienbaum-compensation-portal.com

Kienbaum. Inspirierend. Anders.

Kienbaum Consultants International ist eine Personal- und Managementberatung, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Beratungsportfolios stellt. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Menschen in Organisationen zu bewegen und so Veränderungen zum Erfolg zu führen. Kienbaum ist in den Geschäftsfeldern Executive Search, Human Capital Services, Change- und Organisations-Beratung und Kommunikation tätig. Dabei greifen die interdisziplinären Teams auf jahrzehntelange Beratungserfahrung, fundiertes Branchen-Know-how und die anwendungsorientierten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Kienbaum-Forschungsinstituts zurück. Kienbaum wurde vor mehr als 70 Jahren in Deutschland gegründet und wird heute als Familien- und Partnerunternehmen geführt. Das Beratungsunternehmen unterhält neben seinem Hauptsitz in Köln Standorte in 18 Ländern auf vier Kontinenten.
www.kienbaum.com

Weitere Informationen:
Martin Lücker
Edmund-Rumpler-Str. 5, 51149 Köln
Fon: +49 221 801 72-537
martin.luecker@kienbaum.de
www.kienbaum.com


Redaktion/Verantwortlich für den Inhalt: Saskia Leininger