Gender Pay Gap

Die Entgeltlücke verstehen, analysieren und beheben

Eine geschlechtergerechte Vergütung wird in Unternehmen und Organisationen immer relevanter. Die regulatorischen Anforderungen zum Gender Pay Gap steigen. Zudem sehen sich Unternehmen ab 2026 aufgrund einer neuen EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz mit veränderten Anforderungen an die Offenlegung des Gender Pay Gap konfrontiert.

Erfahren Sie, was Unternehmen erwartet und wie Kienbaum Sie dabei unterstützen kann, die Entgeltlücke zu schließen.

Was ist der Gender Pay Gap? – Definition

Der Begriff „Gender Pay Gap“ beschreibt die geschlechtsspezifische Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen und wird oft in zwei Arten berichtet:

Unbereinigter Gender Pay Gap

Der unbereinigte Gender Pay Gap bezieht sich auf den durchschnittlichen Gehaltsunterschied von Männern und Frauen, ohne dabei weitere Faktoren zu berücksichtigen.

Bereinigter Gender Pay Gap

Der bereinigte Gender Pay Gap berücksichtigt weitere Faktoren, die das Einkommen beeinflussen können, wie zum Beispiel Bildung, Berufserfahrung, oder Hierarchie. Wenn nach Berücksichtigung dieser Faktoren immer noch ein Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern besteht, dann wird dieser als bereinigter Gender Pay Gap bezeichnet. Dieser Unterschied kann auf mögliche Diskriminierung oder strukturelle Ungerechtigkeiten hinweisen.

Gender Pay Gap Bereinigter Vs Unbereinigter

Anforderungen an Unternehmen 

Die Anforderungen an Unternehmen zum Gender Pay Gap sind gestiegen. Neue regulatorische Rahmenbedingungen sollen die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit stärken: 

Die im Juni 2023 in Kraft getretene EU-Richtlinie betrifft zukünftig alle Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden und verpflichtet diese 

  • zur regelmäßigen Offenlegung der geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede 
  • zur Bereitstellung von Informationen zu Lohnunterschieden gegenüber Belegschaft, Gewerkschaften und Bewerbenden 
  • zur Ergreifung von Maßnahmen bei einem bereinigten Gender Pay Gap über 5%. 

Auch im Rahmen von ESG werden mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) neue Anforderungen an die Berichtspflichten von Unternehmen gestellt, die Informationen zu Vergütungspraktiken und die Veröffentlichung der Lohnlücke umfassen.  

Das können Unternehmen jetzt tun

Um auf die Entwicklungen vorbereitet zu sein, unterstützen wir Sie dabei, Ihren Gender Pay Gap zu analysieren, zu verstehen und zu beheben. 

Seit vielen Jahren führen wir bei Kienbaum Gender Pay Gap Analysen für unsere Klienten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch.  

Unsere bewährte und zertifizierte Methodik erfasst die Entgeltlücke systematisch und deckt ihre Treiber auf. 

Gemeinsam diskutieren wir die Ergebnisse und entwickeln maßgeschneiderte Ansätze zur nachhaltigen Schließung der Entgeltlücke. Dabei legen wir besonders hohen Wert auf die Definition gleichwertiger Tätigkeiten, nachvollziehbare Analysen und pragmatische Maßnahmen. 

Kienbaum Ansatz zum
Gender Pay Gap 

Wir unterstützen Sie bedarfsgerecht dabei, die Lohnlücken in Ihrem Unternehmen zu identifizieren und Entgeltgleichheit sicherzustellen.
Unser Vorgehen folgt fünf Schritten:

1.

Grundlagen schaffen

Wir ermitteln Funktionen, die gleichwertige Arbeit verrichten und identifizieren alle für die Analyse relevanten Daten.

2.

Lohnlücke ermitteln

Mithilfe deskriptiver Auswertungen und statistischer Methoden quantifizieren wir den Gender Pay Gap.

3.

Ursachen finden

Es folgen hypothesenbasierte quantitative und qualitative Deep Dives.

4.

Maßnahmen definieren

Wir stellen mit gezielten Maßnahmen eine nachhaltige Schließung der Lohnlücke sicher.

5.

Erfolg prüfen

Es folgt eine systematische Überprüfung des Umsetzungs­erfolges.

Gender Pay Gap Analyse von Kienbaum

Wir helfen Ihnen bei der Interpretation der Ergebnisse und entwickeln maßgeschneiderte Lösungen zur nachhaltigen Schließung der Entgeltlücke.