Noch einmal unter die Lupe genommen: Die Karriereorientierung der Generation Y

Arbeitest du noch oder lebst du schon?

Studie
Von:
Prof. Dr. Walter Jochmann, Frank Stein
| 3. Mai 2017
Die Generation Y, geboren zwischen 1980 und 1995, erfährt in diesem Zusammenhang gesteigerte Aufmerksamkeit; repräsentiert sie doch einen Großteil der aktuellen Bewerber und Berufseinsteiger und somit zukünftigen Belegschaft von Unternehmen. Ihre Vorstellungen vom Berufsleben sowie ihre Erwartungen an einen zukünftigen Arbeitgeber sind daher gerade für Personaler von besonderem Interesse.

Dementsprechend wächst die Anzahl an Veröffentlichungen zum Thema Generation Y, die jedoch mehrheitlich einen entweder nur theoretischen oder stark pragmatischen Charakter haben. Vor diesem Hintergrund führte das Kienbaum Institut @ ISM für Leadership und Transformation bereits im Jahr 2015 eine Absolventenstudie mit insgesamt 601 Teilnehmern aus verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen durch, mit dem Ziel neben der Erweiterung des bestehenden Generationenkonzepts auch einen Beitrag zur Nutzbarmachung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis zu stiften.

Die Befunde der Absolventenstudie 2015 legten nahe, dass die Generation Y nicht als ein homogenes Konzept verstanden werden kann, sondern unterschiedliche Typen von Mitgliedern umfasst, die sich in der Ausprägung ihres Mindsets und ihrer Karrieremotivation deutlich voneinander unterscheiden.

Diese Studie baut auf den gewonnenen Erkenntnissen auf und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern sich die bestehenden Ergebnisse als konsistent erweisen und ob sich daraus stabile Trends und Merkmale hinsichtlich der Karriereorientierung der Generation Y ableiten lassen. Besondere Betrachtung erlangt hierbei die geschlechterspezifische Differenzierung der Ergebnisse im Hinblick auf praktische Implikationen für Unternehmen. Außerdem wird überprüft, ob es sich bei der Typologisierung der Generation Y tendenziell um ein stabiles und somit pragmatisches Generationenkonzept handelt.