Für Frauen gilt: je höher die Hierarchiestufe, desto höher auch die Entgeltungleichheit

Die Entgeltlücke 2019

Whitepaper
Von:
Tamara Scheben, Dr. Katharina Dyballa
| 9. Mai 2019
Die Debatte um Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen hat weiterhin einen hohen Stellenwert in der öffentlichen Diskussion. Die Aufmerksamkeit für das Thema ist auch durch das Entgelttransparenzgesetz, das am 6. Juli 2017 in Kraft getreten ist, nochmals gestiegen. Die Frage, die dem Entgelttransparenzgesetz zugrunde liegt, ist, ob bei Mitarbeitern, die eine gleiche oder gleichwertige Tätigkeit ausüben, Unterschiede bezüglich des Gehalts bestehen. Um auf diese Frage eine näherungsweise Antwort zu geben, haben wir die Vergütung von männlichen und weiblichen Mitarbeitern verglichen, die hinsichtlich möglichst vieler Faktoren wie z.B. Hierarchiestufe, Funktion im Unternehmen oder Seniorität gleichartig sind.
Die Studie basiert auf einem Datensatz, der Informationen zu insgesamt 75.165 Individuen umfasst, wobei ca. die Hälfte weiblich ist. Bei der Quantifizierung der Entgeltunterschiede wird in der Regel zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap unterschieden.
Die unbereinigte Entgeltlücke vergleicht den durchschnittlichen Arbeitslohn von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in allgemeiner Form. Die bereinigte Entgeltlücke hingegen berücksichtigt positions- und personenspezifische Merkmale, so dass Männer und Frauen mit vergleichbaren Tätigkeiten und Qualifikationen miteinander verglichen werden.