Gehaltssprung oder Pay-for-Perfomance? Analyse der DAX-Vorstandsbezüge
Das Handelsblatt berichtete im April, die Gehälter der DAX-CEOs seien 2025 um rund 13 % gestiegen. Eine solche Zahl entfaltet Wirkung. In einem Umfeld aus schwachem Wachstum, Kostendruck und Transformation entsteht schnell der Eindruck, die Vergütung an der Unternehmensspitze habe sich von der wirtschaftlichen Lage entkoppelt.
Der Anstieg der ausgezahlten Vergütungssumme muss dabei kein Gegenargument zu Pay-for-Performance sein. Er kann im Gegenteil eine direkte Konsequenz stärkerer variabler, langfristiger und aktienbasierter Vergütung darstellen. In der öffentlichen Diskussion wird Vergütung häufig als das verstanden, was tatsächlich ausgezahlt wird.
Das entspricht auch der Perspektive vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Wer über Gehalt spricht, meint in der Regel den Betrag, der auf dem Konto ankommt. Bei Vorständen greift dieser Blick jedoch zu kurz.
Dieser Kienbaum Point of View untersucht daher zwei zentrale Fragen: Liegt tatsächlich ein struktureller Anstieg der Vorstandsvergütung vor? Und welche Faktoren treiben die höheren Auszahlungen? Daraus leiten wir Schlussfolgerungen für die Bewertung und Kommunikation von Vorstandsvergütung ab.
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Dr. Sebastian Pacher
Managing Director / Partner | Compensation & Performance Management
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