Die Königsdisziplin des Führens?

Beidhändige Führung

Studie
Von:
Prof. Dr. Michael Knappstein, Alexander Höpfner, Lukas M. Fastenroth, Prof. Dr. Walter Jochmann
| 28. Januar 2020
Beidhändige Führung gilt heutzutage als Königsdisziplin des Führens, da sie einerseits das Kerngeschäft ausbaut, andererseits aber auch das Innovationsgeschäft fördert. Obwohl sie entscheidend für langfristigen Unternehmenserfolg ist, werden allerdings nur fünf Prozent der Führungskräfte diesem Ideal gerecht – das hat unsere Studie „Beidhändige Führung“ ergeben, auf deren Basis der Kienbaum Leadership Compass entwickelt wurde, um Unternehmen sicher durch die digitale Transformation zu leiten. Doch warum führen nur so wenige Führungskräfte beidhändig? Und welche Führungsstile fördern überhaupt welche strategische Ausrichtung?

Insgesamt sieben Führungsstile wurden bei der Befragung von 239 Führungskräften untersucht. Dabei zeigte sich, dass passive und aufgabenorientierte Führungsstile mit einer Ausrichtung auf das Kerngeschäft einhergehen, während mitarbeiter- und veränderungsorientierte Führungsstile einen Fokus auf das Innovationsgeschäft widerspiegeln. Die Ergebnisse zeigen außerdem, welche Führungsstile in der digitalen Transformation relevant sind, was der Unterschied zwischen Führungsstilen und Führungsrollen ist und welche Faktoren man im Blick behalten sollte, um geschäftsschädigendes, toxisches Führungsverhalten zu vermeiden.