CEO – Chief Executive Officer

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Chief Executive Officers (CEOs) tragen als höchste Führungsposition im Unternehmen die Gesamtverantwortung für dessen Erfolg und stehen dem Vorstandsgremium vor.

Die Rolle des CEO gibt es in ähnlicher Form schon seit dem späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert – also seit der Zeit der industriellen Expansion, vor allem in den USA. Mit dem Wachstum großer Unternehmen wurde eine klare Führungsstruktur notwendig, und der CEO etablierte sich als oberste Managementposition.

Normalerweise berichtet der CEO an den Aufsichtsrat oder Verwaltungsrat (je nach Unternehmensform und Land unterschiedlich). In börsennotierten Unternehmen ist das in der Regel das Gremium, das die strategische Kontrolle über das Management ausübt und den CEO bestellt bzw. auch abberufen kann. Er selbst steht häufig den C-Gremien (oft auch als C-Level oder C-Suite bezeichnet) vor.

Die Rolle des CEO kann je nach Unternehmensgröße, Branche und Kultur sehr unterschiedlich ausgestaltet sein. Es gibt zwar nur eine formale CEO-Position, aber in der Praxis lassen sich verschiedene Typen oder Ausprägungen unterscheiden:

Gründer-CEO
– Ist gleichzeitig Unternehmensgründer. Oft sehr visionär und stark mit dem Produkt oder der Unternehmenskultur verbunden.
– Beispiel: Elon Musk (Tesla), Jeff Bezos (Amazon, in den Anfangsjahren).
Manager-CEO
– Wird extern rekrutiert oder intern befördert, ohne das Unternehmen gegründet zu haben. Stärker fokussiert auf Effizienz, Wachstum und Struktur.
– Typisch in Konzernen und reiferen Unternehmen.
Interims-CEO
– Vorübergehend eingesetzt, z. B. nach plötzlichem Weggang des vorherigen CEOs oder während einer Umbruchphase, um den laufenden Betrieb interimistisch zu managen.
– Hat meist einen klar begrenzten Auftrag.
Co-CEOs
– Zwei Personen teilen sich die CEO-Rolle. Funktioniert nur mit klarer Aufgabenteilung und guter Abstimmung.
– Kommt selten vor, z. B. bei SAP und bei Kienbaum eine Zeit lang.
Executive Chairman mit CEO-Funktion
– In manchen Firmen übernimmt der Verwaltungsratsvorsitzende de facto auch CEO-Aufgaben.
– Kann zu Machtkonzentration führen und wird deshalb kritisch gesehen.
Symbolischer CEO (vor allem in Familienunternehmen)
– Die Rolle ist formal besetzt, aber die eigentliche Macht liegt z. B. beim Inhaber oder einem Familienmitglied im Hintergrund

Aufgaben von CEOs – Was macht ein/e CEO täglich?

CEOs setzen strategische Prioritäten, allokieren Kapital und verantworten die Gesamtperformance. Sie führen das Top-Team, treffen richtungsweisende Entscheidungen, steuern Risiken und vertreten das Unternehmen gegenüber zentralen Stakeholdern. Regeltermine decken u. a. Performance-Reviews, Kund:innen-/Investor:innen-Gespräche und interne Kommunikation ab. Die Hauptaufgaben von CEOs umfassen also unter anderem:

  • Unternehmensstrategie: Entwicklung und Umsetzung der langfristigen Unternehmensstrategie, Festlegung der Ziele und Ausrichtung des Unternehmens.
  • Führung und Management: Leitung des Top-Managements und Führung der gesamten Belegschaft. CEOs treffen wichtige Entscheidungen, delegieren Aufgaben und sorgen für eine effektive Organisation und Kommunikation innerhalb des Unternehmens.
  • Betriebsführung: Überwachung des täglichen Geschäftsbetriebs, einschließlich Finanzen, Marketing, Vertrieb, Personalwesen. CEOs stellen sicher, dass alle Abteilungen effizient zusammenarbeiten und die Unternehmensziele erreichen.
  • Stakeholder-Management: Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu wichtigen Interessengruppen wie Investor:innen, Aufsichtsbehörden, Kund:innen und der Öffentlichkeit. CEOs vertreten das Unternehmen nach außen und agieren als Hauptansprechpartner:in.
  • Innovation und Wachstum: Förderung einer Innovationskultur und Identifizierung von Wachstumschancen. CEOs müssen Markttrends erkennen und das Unternehmen an sich verändernde Bedingungen anpassen.
  • Risikomanagement: Bewertung und Minimierung von Geschäftsrisiken, Gewährleistung der Nachhaltigkeit und Stabilität des Unternehmens.
  • Ethik und Recht: CEOs stellen sicher, dass das Unternehmen ethisch und rechtlich korrekt handelt und fördern eine wertebasierte Unternehmenskultur, die langfristig zum Erfolg und Wachstum beiträgt.

Kompetenzen und Skills

CEOs benötigen eine breite Palette an Fähigkeiten und Kompetenzen:

  • Führungskompetenz: Ausgeprägte Führungsqualitäten, um Teams zu motivieren und zu inspirieren. CEOs müssen eine Vision vermitteln und Mitarbeitende auf ein gemeinsames Ziel ausrichten.
  • Strategisches Denken: Fähigkeit, komplexe Informationen zu analysieren und strategische Entscheidungen zu treffen. Weitsicht und ein Verständnis für Markttrends sind essenziell.
  • Kommunikationsstärke: Effektive Kommunikationsfähigkeiten, sowohl schriftlich als auch mündlich, um Ideen zu vermitteln und mit verschiedenen Stakeholdern zu interagieren.
  • Unternehmerisches Denken: CEOs sollten unternehmerisch denken, Chancen erkennen und innovative Lösungen vorantreiben.
  • Finanz- und Betriebswirtschaft: Grundlegendes Verständnis von Finanz- und Betriebswirtschaft, um Geschäftsberichte zu interpretieren und finanzielle Entscheidungen zu treffen.
  • Problemlösungskompetenz: Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen und kreative Lösungsansätze zu entwickeln.
  • Netzwerkfähigkeit: Aufbau und Pflege eines starken Netzwerks innerhalb der Branche und mit Partnerunternehmen.
  • Adaptionsfähigkeit: CEOs müssen sich an Veränderungen anpassen und in dynamischen Umgebungen effektiv agieren können.
  • Innovationskraft: CEOs müssen das kreative Potenzial der Mitarbeitenden erkennen und fördern. Sie schaffen eine Denkweise und ein Umfeld, in dem die Organisation die bestmöglichen Ideen und Innovationen hervorbringen kann.

Strategische Rollen von CEOs

CEOs übernehmen mehrere strategische Rollen innerhalb des Unternehmens:

  • Visionär:innen: Entwicklung und Kommunikation einer überzeugenden Vision für das Unternehmen, die Mitarbeitende motiviert und leitet.
  • Entscheidungsträger:innen: Treffen wichtiger strategischer Entscheidungen, die die Zukunft des Unternehmens beeinflussen.
  • Botschafter:innen: Repräsentation des Unternehmens nach außen, Aufbau und Pflege der Unternehmensreputation.
  • Change-Manager:innen: Führung des Unternehmens durch Veränderungen und Sicherstellung der Anpassungsfähigkeit an neue Marktbedingungen.
  • Talententwickler:innen: Förderung und Entwicklung von Talenten innerhalb des Unternehmens, um eine starke Führungsriege aufzubauen.
  • Kulturvermittler:innen: Etablierung einer positiven und leistungsorientierten Unternehmenskultur.
  • Innovationsführer:innen: Förderung von Innovationen und Sicherstellung, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt und am Puls der Zeit agiert.

Der CEO steht dem Vorstandsgremium vor. Weitere typische C-Level Postionen, mit denen die CEO-Rolle zusammenarbeitet, sind: CFO (Chief Financial Officer), CTO (Chief Technology Officer), CHRO (Chief Human Resource Officer), COO (Chief Operating Officer), CSO (Chief Sales Officer)undCMO (Chief Marketing Officer)

Wie wird die Vergütung von CEOs strukturiert?

Die Gesamtvergütung von CEOs setzt sich typischerweise aus Fixgehalt, kurzfristigen variablen Komponenten (STI) und langfristigen Anreizen (LTI) zusammen. Das Fixgehalt honoriert Verantwortungsumfang und Marktwert; der STI belohnt die jährliche Leistung anhand klar definierter Finanz-, Strategie- und People-KPI. LTI-Elemente (z. B. Aktien, Performance Shares, Phantom Shares) fördern langfristige Wertsteigerung und sind an der Unternehmensstrategie ausgerichtet.

Zunehmend üblich sind Malus- und Clawback-Regelungen, die variable Vergütung bei Pflichtverstößen oder Fehlverhalten mindern bzw. zurückfordern. ESG-Kennzahlen (z. B. CO₂-Intensität, Sicherheits- oder DEI-Ziele) werden vermehrt in STI/LTI verankert, um Strategie, Kultur und Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Ein wirksames Vergütungsdesign definiert transparente Leistungskorridore, Schwellen-/Ziel-/Maximalwerte und legt die Governance über Vergütungsausschüsse klar fest.

An wen berichtet ein/e CEO im deutschen System?

In Aktiengesellschaften berichtet der oder die Vorstandsvorsitzende an den Aufsichtsrat. In GmbHs ist die Berichtslinie typischerweise an Gesellschafter:innen bzw. einen Beirat gerichtet. Unabhängig von der Rechtsform ist eine regelmäßige, strukturierte Informationsversorgung zentral.

Wie lange ist die typische Amtszeit eines/einer CEO?

Vertragslaufzeiten liegen häufig bei drei bis fünf Jahren mit Option zur Verlängerung. Tatsächliche Amtszeiten variieren je nach Unternehmensphase, Performance und Governance-Vorgaben. Entscheidend sind klare Ziele, regelmäßige Reviews und eine belastbare Nachfolgeplanung.

Weiterführende Informationen/Definitionen

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